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Deutschland

Ob mit Bus, Bahn, Flugzeug oder Schiff, ob auf dem Rad oder per pedes zwischen Alpen und Ost-/Nordsee, Saar und Oder: Deutschland ist die absolute Nr.1 für gesellige Clubtouren, Gruppenreisen und Vereinsausflüge.


 

Vereinsreisen-Spaß bei den Grusel-Gesellen

Geister-Rendezvous im Bayerwald, Chiemgau, Berchtesgaden und Allgäu

Von der Wintersonnenwende am 21. Dezember, der "Thomasnacht", bis in den Februar treiben Teufel ihr schaurig-schönes Unwesen: Ein Tipp für Gruppenreisen und Vereinsausflüge vor allem (aber nicht nur) nach Ostbayern für Clubs, die 2018/19 das Fürchten nicht kennen. Es ist Rauhnacht, die unheimlichste der "Lousnächte". Kunstvoll geschnitzte Masken und gruselige Fratzen, Heulen und Schreien bestimmen das Geschehen der "Wuiden Jagd" durch viele ostbayerische Orte. Unsere Gruppenreise-Tipps: 

Gruselige Perchte in der Rauhnacht von Waldkirchen

Doch halt: Nicht erst ab der "Thomasnacht" geht es in der Oberpfalz, im Bayerwald, aber auch in Nieder- und Oberbayern und im Allgäu laut her und ziehen unheimliche Gesellen durch das nächtliche Dunkel: Bereits am 10. November, in der Nacht zum Martinstag, treffen sich zottelige, unheimliche Gestalten mit lautem Glockengeläut und Peitschenknallen zum legendären "Wolfauslassen": Ein uralter Brauch, bei dem einst die Hirten ihre Tiere bei der glücklichen Rückkehr vom mehrmonatigen Aufenthalt auf den Almen vor Angriffen der damals noch heimischen Wölfen schützten und zugleich böse Wintergeister vertrieben. Und ihren Lohn einforderten.  

Wolfauslassen und Klausentreiben

Gepflegt wird dieser Brauch am Vorabend von Martini u.a. in Bodenmais, Freyung, Lalling, Langdorf und insbesondere in Rinchnach: Das Klosterdorf im Bayerischen Wald ist Hochburg des Wolfauslassens und seit 2009 auch Weltrekordhalter im "Wolfauslassen", als 1370 Kuhglocken gleichzeitig geläutet wurden. Aber auch mit weniger Glocken herrscht im Ortszentrum am Abend des 10. November jährlich ein Höllenlärm. In Rinchnach ist auch die mit über 500 Exemplaren größte Kuhglocken-Sammlung zu sehen.

 
Krampus-Masken im Schwarzachtal (l.); Klausenlauf in Sonthofen (Fotos: www.bayern.by - Bernhard Huber)

Schaurig und laut geht es zwischen 4. und 6. Dezember an vielen Orten in Bayern her, wenn Krampusse, Perchten und Weibsdeifl mit gruseligen Masken und Kostümen beim "Klausentreiben" unterwegs sind. Neuburg in der Oberfalz ist bekannt für diesen Brauch, dessen Ursprünge bis in die Keltenzeit zurückreichen sollen. Im Allgäu beispielsweise führt der "Klausenverein" von  Sonthofen dieses Spektakel durch - vor bis zu 8.000 Zuschauern. 

"Bluadige Luzier" in der Bischofs- und Welterbestadt

Regensburg: In der Ostbayern-Metropole macht das über die Stadtgrenzen hinaus bekannte "Doana Gsindl" bei der Thomasnacht am 21. Dezember den Auftakt. Die furchterregenden Gestalten, die einst während der "Heischegänge" Brot und Küchl erbettelten, erhielten im Laufe der Zeit Namen wie "Bluadige Luzier", "d´Hoabagoaß" oder "Thammer mim Hammer". In der Altstadt rund um den Dom lebt jährlich kurz vor Heiligabend dieser Brauch wieder auf. Ein Hexentanz und ein Perchtenlauf läuten dann die Nacht ein, bei der Goaßlschnalzer und Feuerspucker ihre Künste zeigen.

  
Rauhnacht in St. Englmar: schaurige Gruppe und Hexentanz

Sankt Englmar: Kuhglocken scheppern, Peitschen knallen, Trommeln lärmen, wenn die Luzier, Bluadiger Dammerl , Habergoaß, Hexen, Rauhwuggerl und Wolfauslasser mit kunstvoll handgeschnitzten "schiachen Larvan" (Masken) jeweils am Abend des 28. Dezember in Sankt Englmar einziehen. Da heißt es ganz cool bleiben und an der Schneebar den Rauhnachts-Glühwein oder heißen „Caipi“ schlürfen.
Tagsdrauf, am 29. Dezember 2018, ist in Rinchnach der Teufel los. Zusammen mit den Widdersdorfer Wolferern feiern mehr als 25 Gruppen aus Bayern und Österreich vor mehr als 7.000 Zuschauern eines der größten Rauhnachttreffen im Freistaat. 

Infos: www.sankt-englmar.de, www.rinchnach.de

Es spukt in Neuschönau bei der "Koishüttler Lousnacht"

Elisabethzell (St. Englmar), Neuschönau, Neureichennau, Untergriesbach und Waldkirchen: Jedes Jahr am 5. Januar geht’s besonders hoch her beim Rauhnacht-Spuk der Perchte, Glashüttengeister, Howagoaß, Räuber, Hexen und anderer wilder Gesellen wie die "Drud", die dann in Neuschönau und in Neureichenau ihr "Rauhnudlliad" anstimmt oder in Untergriesbach das „Rauhnudelbetteln" steigt.
Infos: www.neuschoenau.de, www.untergriesbach.de

Die "Koishüttler Nacht" in Neuschönau gilt als die schaurigste im Bayerwald, wenn vom Gipfel des Lusen der Woidhausmich mit Wecklin, Doda-Ma, Durandl und anderen Waldgeistern herabsteigt...

Vor allem die "Koishüttler Lousnacht" gilt als der gruseligste Event unter allen Rauhnächten im Bayerischen Wald. Da bitten sündige Seelen inständig um Erlösung.

Aber auch der "bluatige Thamerl" in Waldkirchen im Nationalpark-FerienLand lässt den Zuschauern am 5. Januar das Blut in den Adern gerinnen. Vom urigen Kellergewölbe der früheren Brauerei von Münster ziehen Hexen, Druiden und andere sündige, nach Erlösung suchende Gruselgestalten lärmend und mit Glockengeläut auf den Marktplatz. Dort wird zur Vertreibung des Bösen eine am Galgen hängende Strohpuppe verbrannt. Nervenstärkung bieten Rauhnachtsbier und -likör, Glühwein und die typischen Rauh-Nudeln, die von Haus zu Haus ziehende Rauhnudel-Sänger erbitten. Besonders im Baronkeller der Brauerei wird bis tief in die Nacht zünftig gefeiert. 
Infos: www.waldkirchen.de/rauhnacht.de 

Ebenfalls am 5. Januar steigt im Haslinger Hof in Bad Füssing (im bayerischen Bäderdreieck) ein großes Perchtentreffen.

  
Sankt Englmar zum Zweiten: Rauhnacht im Ortsteil Elisabethzell (l.); teuflisch her geht's auch in Waldkirchen

Frauenau: Wer geglaubt hat, dass nach dem Januar der Spuk vorbei sei, wird in Frauenau an der Glastraße immer am Faschingsamstag (2. März 2019) eines Besseren belehrt: Dann geben sich in der "gläsernen" Nationalpark-Gemeinde vor und in der Bürgerhalle Nachtgespenster und Nebelgeister, Hex und Zaubermeister, Drud und Teufelsbraten, Waldschrat, Wildkatz und weitere Sagengestalten ein gespenstisches Rauhnacht-Rendezvous. Sehr schön sind die fantastischen Masken aus Naturmaterialien. www.frauenau.de
Und seit über 100 Jahren toben am Faschingsonntag (3. März 2019) Bock und Bockweiser, Goaß und Goaßweiser, Zeitlwei (Melkfrau), Jäger, Luftaufpumper und andere wilde Gruppen in neun verschiedenen Gestalten bei der "Fahrnbacher Habergoass" durch das Dorf bei Bischofsmais.
Infos: www.bischofsmais.de 

Weitere Grusel-Termine

"Ich glaub ich bin ein Huhn" - Rauhnacht in Lohberg mit Luzier und Hen
  • Niederbayerisches Bäderdreieck: Tanz der Rauhwuggerl, Hexen und Habergoaßen in Bad Birnbach (23. November 2018) 
  • Lohberg: Rauhnacht in Lohberghütte, jeweils am Sonntag vor Weihnachten (16. Dezember 2018) 
  • Eging am See: Internationales Perchtentreffen im Erlebnis- und Freizeitpark Pullmann City (26. Dezember 2018). Über 1.000 (Schön- und Schiach-)Perchte und Krampusse aus Deutschland, Österreich und anderen Ländern tanzen und toben durch die noch weihnachtlich geschmückte Mainstreet der Westernstadt, abends dann tolle Partystimmung. Eintritt: 10 Euro (10% Rabatt bei Online-Buchung). www.pullmancity.de
  • Lam: 16. Rauhnacht im Ortsteil Engelshütt (27. Dezember 2018) www.lamer-rauhnacht.de
  • Neukirchen: Neukirchner Rauhnacht (27. Dezember 2018)
  • Bodenmais: 14. Bodenmaiser Perchten- und Hexentanz durch das Glasparadies in der Joska Kristall Erlebniswelt mit Wolfauslasser und Goaßlschnalzer (28. Dezember 2018). Finale dann bei der Luis Trenker Winterparty.  www.bodenmais.de
  • Grafenau: Neujahrsanschießen am Stadtplatz (1. Januar 2019) www.grafenau.de
  • Eggerszell: Rauhnächte im Wald-Welt-Resort (1./2. Januar 2019)
  • Grafenau: Traditionelle "Lichtmess-Kirta" am Stadtplatz in Grafenau (2. Februar 2019) www.grafenau.de

Einfach zum Fürchten - noch mehr Perchte in Bayern...

Auch in Oberbayern gehen die gruseligen Gesellen um: Bis zu elfmal zwischen 1. Advent und Dreikönig treffen sich seit 1953/54 auf dem Marktplatz in Kirchseeon im Chiemgau Maskierte aus ganz Oberbayern zum Perchtenlauf. Organisiert vom lokalen Verein Perchtenbund ziehen vom 2. Dezember 2018  bis zum „Dreikini-Abschluss-Lauf" am 6. Januar 2019 Perchte in und um Kirchseeon herum. Angeführt von „Frau Percht“ zieht das Gefolge dieser zürnenden, herabgewürdigten Erdgöttin mit Glockengeläut, Lärminstrumenten und Fackeln durch den Ort, um den Bewohnern Glück und Segen für das kommende Jahr zu bringen.

In Ruhpolding / Rottau im Chiemgau heißt es am 28 Dezember 2018 beeits zum 46. Mal auf zur "Rauhnacht-Hoagscht" im Gastof Messerrschmied. Am Abend zuvor steigt die traditionelle Rauhnacht-Wanderung. www.ruhpolding.de

Wilde Gesellen geben sich auch im Berchtesgadener Land Anfang Dezember beim Buttenmandl- und Kramperl-Laufen ein Stelldichein. In der Regel geht dieser Einkehrbrauch am 5./6. Dezember über die Bühne. In Loipl am 1. Advent (2. Dezember 2018), in Winkl am 2. Advent (9. Dezember 2018) und in Maria Gern erst am Heiligen Abend. Die "unheiligen", in Fell und Stroh gekleideten Gesellen begleiten lärmend den Heiligen Nikolaus.

"Börwang brennt" im Allgäu

 Gruselgesellen boerwang brennt

Bis zu 20.000 Besucher suchen den Grusel in Börwang unweit von Kempten

Und last but not least: Auch im südlichen Allgäu gehen Perchte, Krampusse & Co. um. Längst mehr als ein Geheimtip ist das Allgäu-Dorf Börwang. In dem Ortsteil von Haldenwang, vor den Toren von Kempten gelegen, geht es Ende November und rund um den Nikolaustag rund. Unter dem Titel "Börwang brennt" steigt am 23. November 2018 eine dufte Party und tagsdrauf lockt der große Klausen-, Krampus- und Perchtenumzug. Er führt vor einer Kulisse von nahezu 20.000 Zuschauern durch das Dorf - von den drei Euro Eintritt geht ein Teil an die Deutsche Hirntumorhilfe. Und der 5. Dezember 2018 ist "Klausentag" - da treibt's  bis zum 6. Dezember die wilden "Klausen" durch den Ort; schon am 4. Dezember sind die "Bärbele" unterwegs - die hexischen weiblichen Pendant der Klausen, Krampusse und Perchten. www.boerwang-online.de  

Eine Hochburg des Klausentreibens im Allgäu ist auch Ofterschwang. Vom 4. bis 6. Dezember 2018 ziehen die wilden Gesellen durch den Ort und hauen mit ihren langen Ruten gerne Passanten auf die Beine. Nicht herausfordern heißt die Devise also. www.hoernerdoerfer.de/ofterschwang

  Fotos: Tourist Info Lohberg, Tourist-Info Neuschönau, Tourist-Information Urlaubsregion St. Englmar, Stadt Waldkirchen / www.rauhnacht.de, www.boerwang-online.de

   
www.bayerischer-wald.de

www.perchten-kirchseeon.de

www.berchtesgadener-land.de

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