Trachten, Dior und kaiserliche Pretiosen
Vereinsausflüge ins Schmuckmuseum Pforzheim
Kropfkette. Silber, teilweise vergoldet, Goldfiligran, Wachsperlen, Glassteine; Ober- oder Niederbayern, Mitte 19. Jh.; Bayerisches Nationalmuseum München, Foto: Walter Haberland
Tipp für alle Schmuck-Liebhaber: vier Ausstellungen im Jahr 2010 im Schmuckmuseum Pforzheim von zeitgenössischen Schmuckskulpturen bis zu Kostbarkeiten aus der kaiserlichen Schatzkammer in Wien, dazu Präsentationen mit Modeschmuck von Christian Dior und Grossé aus den 50er Jahren sowie bayerisch-alpenländischem Trachtenschmuck. Glänzende Programmpunkte bei Städtereisen von Clubs, Gruppen und Vereinen in die Goldstadt.
Allein schon die Dauerausstellung des Museums im Reuchlinhaus mit Exponaten aus 5.000 Jahren Schmuckgeschichte aus aller Welt ist einen Besuch wert - ein echtes Highlight im vielfältigen Reigen der "goldenen" Angebote für Gruppenreisen nach Pforzheim, das "Tor zum Nordschwarzwald". Hier kurz die vier Ausstellungen:
11. Juni bis 5. September 2010: Trachtenschmuck aus dem Bayerischen Nationalmuseum
Kropfketten und Rosenkränze, Miederketten und Haarpfeile, Uhrenketten mit Berlocken oder Ringe mit Hirschgrandeln: der sog. Trachtenschmuck der ländlichen Bevölkerung entwickelte ab dem 17. Jh. eine Vielfalt an eigenen, auf die jeweilige Landestracht abgestimmten Formen und Motiven; in filigranem Silber, Horn oder Leder gearbeitet und teils mit Steinbesatz aus Granat. Die ausgestellten Stücke stammen aus dem 19. Jh.
17. September bis 14. November 2010: Zu Petticoat und Wespentaille
Im Rahmen des 50er JahreKulturfestivals der Stadt Pforzheim weckt diese Ausstellung mit Modeschmuck von Christian Dior und Grossé Erinnerungen an die 50er Jahre. Broschen, Ketten und Ohrclips in farbig verspielten Blütenformen passten zu den Petticoatröcken und Oberteilen mit schmaler Taille der Rock’n Roll-Zeit. Das Pforzheimer Unternehmen Henkel & Grosse, eine der weltweit renommiertesten Modeschmuckfirmen, produzierte und vertrieb ab 1955 exklusiv "Bijoux Christian Dior" für den französischen Modeschöpfer und stellte selbst hochwertigen Modeschmuck unter dem Markennamen Grossé her.
Apfelpokal, Marx Merzenbach ( um 1642 - 1688), Augsburg, um 1685/1688; Silber, teilweise vergoldet; Kunsthistorisches Museum Wien
3. Dezember 2010 bis 3. Februar 2011: Glanz der Macht - kaiserliche Pretiosen aus der Wiener Kunstkammer
Schönheit, Einmaligkeit und Glanz sind Eigenschaften der kaiserlichen Pretiosen aus der Wiener Kunstkammer, die als Medium der Repräsentation und Machterhaltung auf ihre Besitzer ausstrahlen und deren Ansehen steigern sollten. Die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Kunsthistorischen Museum Wien zeigt neben Insignien filigrane Schmuckstücke, kunstvoll gefertigte Gefäße und Kunstwerke aus exotischen Materialien aus der Blütezeit der Wunderkammern in der Spätrenaissance, aus dem Barock und dem einstigen Besitz von Kaiser Rudolf II. und Kaiserin Maria Theresia.
Informationen für Gruppenreisen, Betriebs- und Vereinsausflüge
Öffnungszeiten: di bis so, feiertags von 10 bis 17 Uhr.
Eintritt Dauerausstellung € 3,--, ermäßigt 1,50 €.
Gruppenführungen auf Anfrage.
Öffentliche Führung so, 15 Uhr, € 5,--, ermäßigt 3,50 €.

