Gruppenfeiern in Csárda und Tanya

Vereinsausflüge - urig, deftig, authentisch

Vor dem Essen ein Pálinka its in Ungarn usus: Schnapsprobe mit Brenner Peter Pinter (l.)

Die gastfreundlichen Magyaren feiern gern. Das erlebt man beim Hajdúszoboszlóer Festreigen vom Frühlingskulturfestival bis zum Peitschenknallen an Silvester ebenso wie in einer Csárda oder einer Tanya. Da geht es hoch und authentisch her bei traditionellen Gerichten: knuspriges Fladenbrot aus dem Bauernofen mit Sauerrahm, im Kessel zubereitete Gulaschsuppe, Pörkölt mit Spätzle, knackige Enten- oder Gänseschlegel, verführerische Mehlspeisen wie Palatschinken oder Strudel süß oder salzig.

Die Kalorienverwertung regt Pálinka (Schnaps) an, vor und zwischen den einzelnen Gängen und auch danach: unvergessliche Gruppenreisen-Erlebnisse sind somit sichergestellt.

Wenn Csárda-Wirt Pinczés zum Essen aufspielt, herrscht Hochstimmung. Jó étvágyat - Guten Appetit...

Stichwort Csárda: Viel Spaß in der Stadt
Eigentlich ist das ein Landgasthof, wie man ihn überall in Ungarn und auch in der Hortobágy findet. In Hajdúszoboszló betreibt Karoly Pinczés seine rustikale "Kemencés Csárda" mitten in der Stadt. Quasi als kleines Museum mit bäuerlichen Geräten und einem alten Bauernofen, in dem montags, freitags und samstags ab 18 Uhr nach traditioneller Art Brot gebacken und serviert wird. Für Gruppen werden die Speisen und Weine vom Wirt erläutert. Virtuose Zithermusik von vier Spielern und stimmungsvolle Salonklänge begleiten die Speisefolge.

Zuweilen geht es aber so hoch her, dass die Gäste auf den Tischen tanzen, dirigiert von einem sichtlich animierten Karoly Pinczés, der alles ergreift, was er in die Hände bekommen kann – Musikinstrumente, Heugabel, Backschlegel. Und natürlich mit den anwesenden Damen eine Runde tanzt…

Dreimal wöchentlich wird in der Csárda traditionell Brot gebacken (l.). Begeistern die Gäste: vier Zitherspieler


Stichwort Tanya:
Gruppenerlebnis auf dem Einödhof

István Rápolthy spielt Musik auf traditionellen Instrumenten

Nur fünf Kilometer von Hajdúszoboszló entfernt ist der über 100 Jahre alte Einödbauernhof Tanya Tuba, den István Rápolthy als Erlebnisrestaurant mit einem kleinen Museum und Appartements führt, den Besuchern Einblicke in das frühere bäuerliche Leben vermittelt – und dabei die Erinnerungen an seine Ur- und Großeltern wach hält. Die Gäste treffen beim Rundgang auf ungarisches Grauvieh wie Bulle, Kuh und Kalb, auf Enten, Gänse und Pferde – und natürlich auf die wegen ihres Fettgehaltes gerühmten Mangalica-(Woll-)Schweine.

Der Einödhof Tanya Tuba: Highlight beim Vereinsausflug mit bäuerlicher Kultur, Folklore und einer Portion Gaudi


Das Erlebnisprogramm für Gruppen während der köstlichen Speisefolge dauert 2,5 bis drei Stunden und bezieht die Besucher mit ein: beim Peitschenknallen oder als Hirten im Fellmänteln und als Piroschka, wozu der hervorragend deutsch sprechende István einige herausdeutet und zur Gaudi aller ihnen natürlich Pálinka aus einem Fässchen "einflösst". Höhepunkt aber sind die authentischen Folklore-Darbietungen einer Volksmusikgruppe auf alten Instrumenten, die heute fast vergessen sind wie z.B. Maultrommeln.

Edle Palinka von Peter Pinter

Stichwort Pálinka: Das heißt Schnaps und ist ein von der EU geschützter Name, der nur für hochwertige Obstbrände verwendet werden darf. Klassiker sind Barackpálinka (Marillen-/Aprikosenbrand) und Szilvapálinka (Zwetschgenbrand). In Ostungarn, dem Obstgarten des Landes, werden aber noch weitere Sorten zu 47- und 48prozentigem Pálinka gebrannt. Peter Pinter aus Hajdúszoboszló, der seit 18 Jahren diese Kunst ausübt, erzeugt mit zweimaligem Brennen in der Kupferblase Spezialitäten aus schwarzen Brombeeren und Sauerkirschen. Gruppen können eine Schnapsprobe in der Kemencés Csárda buchen. Aber Vorsicht: Unter fünf Sorten und zwei Extras in gut gefüllten Gläsern geht da nichts. Selbstverständlich vor dem Essen nach gut magyarischer Art, zwischen den drei bis vier Gängen ein weiteres Gläschen und zum Abschluss natürlich noch eins und/oder einen legendären Kräuterschnaps Unicum, den die Magyaren als Medizin trinken.

Also dann: Egészségére - Auf Ihr Wohl...

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Fotos: Sven Leupold (6), www.gruppenreisen-clicks.de/Gerd-Niels Wötzel (8)

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Weitere Infos

www.kemencescsarda.com
www.tubatanya.hu

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