Durchs ewige Eis zum Donardom
Riesiges Gruppen-Abenteuer in der Eisriesenwelt
Das staunen alle Gruppen: Naturwunder Eisorgel
Über 1.000 Stufen und 134 Meter Höhenunterschied führen in die Utgardsburg: Die legendäre Festung der Riesen ist auf 1.775 Meter der höchste Punkt, den die mit Grubenlampen ausgerüsteten Besucher der Eisriesenwelt erreichen. Die weltgrößte Eishöhle bei Werfen im Pongau ist mit sagenhaften Formationen und Labyrinthen ein funkelndes Finale bei Gruppen-, Vereins- und Wanderreisen auf dem Almenweg im Salzburger Land.
Das 42 km lange Höhlensystem in der Westwand des verkarsteten Tennengebirges wurde 1879 entdeckt und seit 1920 fürs Publikum im vorderen Bereich geöffnet. Schon dieser Teil sprengt alle Vorstellungen: 30.000 qm Bodeneis bis 20 m Höhe allein auf einem Kilometer. Bis Gruppen alledings in 1.641 m Seehöhe durch das riesige Höhlentor zwischen den Felsspitzen der "Beißzange" die Wunderwelt der Natur "befahren" können – sprich per pedes Stufe für Stufe die Stollen und eisigen Kavernen erklimmen – haben sie zwei kurze Fußmärsche hinter sich.
Bequem schweben oder steil steigen?
Vom Markt Werfen führt die 6 km lange Eisriesenstraße zum Parkplatz vor dem 2009 errichteten Besucher- und Informationszentrum. Von dort geht es auf einem leichten Fußweg 20 Minuten lang zur Wimmerhütte in 1.080 m. Hier muss die Gruppen eine Entscheidung treffen: schweben oder steigen zur nächsten Station?
Nach der Seilbahnfahrt geht es auf dem Beißzangensteig in 20 Minuten zum Eingang der Eishöhle
Die Seilbahn gleitet mit bis zu 50 Grad Steigung über schroffe Felswände in wenigen Minuten die rund 500 m Höhenunterschied hinauf zum Dr.-Friedrich-Oedl-Schutzhaus. Auf dem schmalen Pfad benötigt man dafür rund 90 Minuten und sollte wegen der Geröllhalden und Steilwände absolut trittsicher und schwindelfrei sein. Allein aus Zeitgründen wählen die meisten Gruppen die Gondel-Tour. Vom Schutzhaus läuft man dann auf dem gut ausgebauten, gegen Steinschlag gesicherten "Beißzangensteig" in weiteren 20 Minuten zum Höhleneingang – immer mit imposanten Blick auf das Salzachtal, das Hagental und die Burg Hohenwerfen.
Gespenstig und geheimsvoll ist der Weg durch die Eisriesenwelt bis zur Eisorgel und der Hymirhalle
Tour in Odins Sagenwelt
Einzigartig ist geheimisvoll-illuminierte Eis- und Felswelt der Hallen und Höhlen, Dome und Türme, Vorhänge und Wälle. Je tiefer und höher die Treppen führen, desto mehr fühlen sich die Höhlengänger in die nordische Sagenwelt der Edda versetzt bei Namen wie "Hymirhalle", "Wimur", "Niflheim", "Friggas Schleier", Donardom", Odinsaal",, "Asenheim", "Thrymhalle", "Midgard" und finaler "Utgardsburg". Von dort führt der parallele Weg zum Teil durch künstlich angelegte Stollen stufenabwärts zum Höhlentor.
Finaler Panoramablick aus dem Höhlentor - danach geht's zur verdienten Jause ins Dr. Oedelhaus
Informationen für Gruppenreisen, Betriebs- und Vereinsausflüge
Öffnungszeiten: 1. Mai bis 26. Oktober 2012, Führungen ab 9 bis 15.30 Uhr (Juli/August bis 16.30 Uhr)
Die Mitarbeiter der Eisriesenwelt, wie Betriebsleiter Alois Rettenbacher (r.), sind perfekte Höhlenführer
Führungen: 75 Minuten (in der Hochsaison im 6-Minuten-Takt). Für Gruppen Anmeldung empfehlenswert
Gesamtbesuchszeit: 3 bis 4 Stunden
Gruppenpreise (ab 15 P.):
Höhlenführung und Seilbahn: € 18,--
Führung ohne Seilbahn: € 8,--
Seilbahn (Berg und Tal) ohne Führung: € 10,--
Rastmöglichkeiten: Wimmerhütte (70 Freiplätze); Dr.-Friedrich-Oedl-Schutzhaus (120 Plätze innen, große Terrasse; für Gruppenessen Anmeldung empfehlenswert)
Busparkplätze: kostenlos vor dem Besucher-/Infozentrum
Eisriesenstraße: mautfrei, zweispurig, max. 21% Steigung
Fotos: Eisriesenwelt (8), Gerd-Niels Wötzel/www.gruppenreisen-clicks.de (unbenannt)
