125 Jahre Staatsoper Budapest
Jubiläums-Spielzeit voller Höhepunkte
Blick auf die Logen
Für Musikliebhaber ist der Prunkbau an der Andrassy ut im Herzen von Pest ein absolutes "Muss". Wer noch nie eine Oper erlebte, sollte hier eine Premiere feiern: als Krönung einer Reise in die Magyaren-Metropole. Auch nach der Saison 2009/2010, in der die Ungarische Staatsoper ihren 125. Geburtstag feierte. Oder zumindest bei einer der täglichen Gruppenführungen mal Bühnenluft schnuppern.
Die Andrassy ut ist der Prachtboulevard der ungarischen Hauptstadt und das von Miklós Ybl im Neorenaissance-Stil erbaute Opernhaus ihr schönstes Gebäude. Nach der spektakulären Neuinszenierung von Bartóks "Herzog Blaubarts Burg" – Ungarns bedeutendster Oper des 20. Jahrhunderts – im Oktober 2009 gab es in der Jubiläums-Spielzeit acht Premieren, fünf Wiederaufnahmen, 193 Opern- und 76 Ballett-Aufführungen.
Prachtvoll und imposant: das Foyer und den Zuschauerraumder Staatsoper kann man bei Gruppenführungen bewundern
Die ehemalige Königliche und heutige Staatsoper ist eine hervorragende Pflegestätte für die Werke von Bartók, Zoltan Kodály und anderer ungarischer Komponisten, deren Werke hier uraufgeführt wurden, und des gesamten internationalen Opern- und Ballett-Repertoires. Herausragende Premieren im Jubiläumsjahr sind "Die Zauberflöte" von Mozart (25. Dezember), "Der Rosenkavalier" von Strauss (20. März 2010) und "Tristan und Isolde" von Wagner (29. Mai 2010). Highlight im Frühjahr ist auch das Maifest mit Mozarts "La clemenza di Tito", R. Strauss " Elektra", Puccinis "Tosca", Rossinis "Barbier von Sevilla", Verdis "Nabucco" und "Don Carlo".
Der Bau von Miklós Ybl ist ein Glanzpunkt am Andrassy-Boulevard
Hohe musikalische Qualität, hervorragende ungarische und internationale Sängerinnen und Sänger, dazu Kartenpreise in unterschiedlichen Kategorien, die im Vergleich zu Opernhäusern dieses Niveaus sehr günstig sind (ca. € 40,-- für das teuerste Ticket) machen den Besuch der Staatsoper zum unvergesslichen Erlebnis. Und wie gesagt als Tipp für Gruppen- und Vereinsreisen: Einfach einmal bei einer Führung hineinschnuppern und die großartige Architektur von Treppenhaus, Foyers und Bühnenraum erleben. Neben den (fast) täglichen Standardführungen auch in deutsch (15 und 16 Uhr) können Gruppen Sonderführungen buchen. Das lohnt sich zum Jubiläum besonders wegen einer Ausstellung zur Geschichte der Oper.
Fotos: Ungarische Staatsoper/Mezey Béla, Éder Vera
