Szentendre: Gruppen-Treff in der Künstlerkolonie
Open-Air bei Vereinsausflug ans Donauknie
Stopp in einem der vielen Lokale
Zwischen Ende Juni und Ende August 2011 sind die Straßen, Plätze, Kirchen und Galerien der gelegenen einstigen Künstlerkolonie Szentendre nördlich von Budapest an der Donau an Wochenenden Schauplatz vielfältiger Open-Airs: Konzerte, Theater- und Filmvorführungen. Der malerische Ort ist eines der beliebtesten Ziele bei Gruppenreisen, Vereinsausflügen und Clubtouren in die Hauptstadt.
Die Kleinstadt mit ihrer mediterranen Atmosphäre ist bis heute eine besonders populäre Wohn- und Wirkungsstätte für rund 100 Maler, Kermaiker, Schriftsteller mit Museen und Ausstellungen von früher hier ansässigen Künstlern: Zu besichtigen sind z.B. Werke von Jenő Barcsay und die preisgekrönten Keramiken von Margit Kovács.
Enge Gassen, bunte Geschäfte, viele Kirchen: Szentendre ist auch im Herbst besuchenswert
Szentendre im berühmten Donauknie ist schnell zu erreichen. Das Städtchen ist auf sieben, jeweils von Kirchen gekrönten Hügeln erbaut, mit schmucken Häusern, engen Gassen, schmalen Durchgängen, steilen Treppen. Fantastisch ist der Blick auf den Ort und die Donau vom Templon tér, dem höchsten Platz. Sehenswert sind zudem die Kirchen - insbesondere am Hauptplatz die kleine orthodoxe Kirche mit wertvollen Ikonostasen der einst hier angesiedelten serbischen Bevölkerung, und einen Abstecher wert ist das Szabo-Marzipan-Museum mit "süßen" Nachbildungen, vom prachtvollen Parlament bis zur (in Lebensgröße) Pop-Ikone Michael Jackson. Nicht zuletzt locken im Ort und entlang der Donaupromenade viele Lokale und Kneipen.
Bitte einsteigen: im Nostalgiezug vom Bahnhof Skanzen zum Freilichtmuseum
Wenn Vereine im "Skanzen" Brot backen
Blickfang: eine alte Windmühle
Unbedingt einplanen sollte man das "Skanzen": Das mit 46 Hektar größte Ethnografische Freilichtmuseum Ungarns dokumentiert typische Häuser und Gegenstände, Lebensweisen, Kultur und Wirtschaft aus jetzt acht Landesteilen von der 2. Hälfte des 18. Jh bis in die 1. Hälfte des 20. Jh. Unübersehbar: der Turm der griechisch-katholischen Holzkirche. Dazu: eine alte Windmühle und ein Ziehbrunnen. Nach 2010 kommen Zeugnisse aus der Mittel-Theiß-Region und Siebenbürgen, im Endstadium 400 Gebäude. Zudem gibt es in der Skanzen-Galerie Wechselausstellungen. Alte Handwerkskünste werden vorgestellt - u.a. Fladenbacken. Gruppen und Vereine können es selbst versuchen: ein Riesenspaß...
Originalhäuser aus acht ungarischen Regionen - und Brotback-Versuche unter Anleitung...
Das Museum liegt zwei Kilometer außerhalb des Ortes auf dem Weg durch die Berge nach Visegrad. Vom Bahnhof Skanzen fährt man mit einer Nostalgie-Bahn in wenigen Minuten zu dem weitläufigen Museumsbereich, für dessen Besichtigung man mindestens zwei Stunden einplanen sollte.
Szentendre von der Donauseite: eine Strecke sollten Vereine mit dem Schiff fahren
Informationen für Gruppenreisen und Vereinsausflüge
Anreise: Gruppen kommen ohne eigenen Bus auch mit dem öffentlichen Nahverkehr (Stadtbahn HEV, Bus) oder im Schiff nach Szentendre. Ideal: Kombi-Tour, wobei bei einer Strecke das Schiff benutzt wird (Mittag- oder Abendessen möglich).
Skanzen: täglich geöffnet, in diesem Jahr noch bis 5. Dezember; vom 22. Januar bis 26. März 2011 nur sa/so 10 bis 16 Uhr Teilöffnung (Nordungarisches Dorf, Marktflecken).
Eintritt: 1.000 Forint, Skanzenbahn: 400 Forint
Fotos: Ungarisches Tourismusamt (1), www.gruppenreisen-clicks.de / Gerd-Niels Wötzel
