Exklusiv-Tour zu Wein-Raritäten
Gruppenreisen-Tipp ins Palais Coburg in Wien
Raritäten von Top-Weingütern aus dem Bordelais
Wo mehr als 60.000 Flaschen edelste Weine, Raritäten und eine 128.000 Euro teuere Flasche in der Obhut der Wiener Festungskeller lagern, muss eine besondere Adresse für Kenner und Liebhaber sein. Und in der Tat: In der Tiefe des Palais Coburg bei der Wiener Ringstraße kommen selbst Wein-Profis nicht mehr aus dem Staunen heraus. Unser Top-Abstecher für exklusive Gruppenreisen von Clubs und Vereinen auf den Spuren weltberühmter Weingüter aus der alten und neuen Welt.
Die klassizistischen Mauern des 1840 bis 1845 von Ferdinand von Sachsen-Coburg erbauten Palais Coburg mit seinem Säulenportals auf der einstigen Braunbastei verbergen nicht nur das nobelste 5-Sterne-Hotel der Donau-Metropole mit 35 Suiten und luxuriösen Prunkräumen. In den Kasematten aus der Zeit der Türkenbelagerung lagern in den sechs unterschiedlichen Kellern Millionen-Schätze, die das Herz jedes Weinkenners höher schlagen lassen. Ergebnis der Sammelleidenschaft des Hausherrn Peter Pühringer.
Vor der Besichtigung des Frankreich-Kellers (r.), können kleine Gruppen bis 14 Personen einen wein-kulinarischen Stopp einlegen
Sechs Höhepunkte der Weinkeller-Reise
Im "Frankreich-Keller" mit seinen 30.000 Flaschen bewundert man als Highlights zahllose Bordeaux-Jahrgänge der Châteaux Margaux, Lafitte-Rothschild (u.a. aus dem Jahr 1865), Latour und Pétrus, die zu den nobelsten und teuersten der Wein-Welt zählen. Im Weingewölbe vor diesem Keller können bis zu 14 Personen Weinproben genießen.
Allein 12.600 Flaschen aus Österreich sind im "Alte-Welt-Keller" untergebracht, dazu Weine aus Deutschland, der Schweiz, aufstrebenden Ländern wie Slowenien – und Klassiker wie Italien - darunter über 260 Flaschen des legendären Sassicaia aus Bolgheri an der toskanischen Mittelmeerküste, des einzigen italienischen Weins mit eigenem DOC; beginnend mit dem ersten Jahrgang 1968. Im Alte-Welt-Gewölbe davor können bis zu 40 Genießer verkosten und bewirtet werden.
Gruppenführung im "Neue Welt-Keller"
In Form eines Schiffsrumpfes präsentiert sich der "Neue-Welt-Keller". Neben Kreszenzen aus Spanien und Portugal, den Ländern also der Entdecker der neuen Welt, finden sich hier vorwiegend auch überseeische Weine aus Australien, Südamerika und den USA. Wohl einmalig: die Kollektion von Weinen der beiden kalifornischen Kultgüter "Sine Qua Non" des Österreichers Manfred Krankl bei Santa Barbara (über 160 Flaschen) und "Screaming Eagle" am Silverado Trail in Oakville, Napa Valley.
Einzigartige Raritäten vom Château d'Yquem
120 Jahrgänge Chateau d’Yquem und…
Der "Yquem-Keller" ist mit allein 120 (!) Jahrgängen eine stimmungsvoll inszenierte Hommage an das legendäre gleichnamige Château, das als einziges in der Bordeaux-Region nach der Klassifikation 1855 den Titel Premier Grand Cru Classé Supérieur trägt und ausschließlich Weißweine – voran Süßweine – produziert, die zu den teuersten der Welt zählen. Glanzlicht sind 100 Flaschen aus 100 Jahrgängen von 1893 bis 2001 vor allem deshalb, weil das Weingut im 20. Jahrhundert allein wegen mangelnder Güte der Reben sieben Jahre keinen Wein produzierte. Ein Gedicht Sultan Süleyman des Prächtigen, in dem der mächtigste Herrscher des Osmanischen Reichs, die Freuden des Weins besang, führt in dieses unterirdische Heiligtum und in den Haram (arabisch: Rausch), in dem bis 20 Personen weinkulinarische Events erleben können
…ein 1727er Rüdesheimer Apostelwein
Nur bei besonderen Gelegenheiten kann man einen Blick in den "Raritäten-Keller" – der einstige Weinkeller der Familie Sachsen-Coburg-Gotha werfen. Unter den 3.000 exklusivsten Preziosen ist ein Rüdesheimer Apostelwein aus dem Jahr 1727 – aus dem Bremer Ratskeller – die älteste Flasche.
Zum Aperitif lädt die Champagner-Lounge ein (l.), kompetente Erläuterung im Frankreich-Keller vor den Schätzen aus dem Bordelais
Für einen Aperitif zum Start einer Kellerführung bietet sich die weltweit einzige, trendige "Dom Pérignon-Lounge" an. Sie ist dem Champagner-Keller vorgelagert. In diesem tiefsten Punkt unter dem Palais, in dem einst Lebensmittel in Eis bis zu acht Monaten lagerten, ruhen rund 1.350 Flaschen Champagner, vorwiegend Dom Pérignon-Gewächse - von der Halbflasche bis zum 15 Liter fassenden "Nebukadnezar".
Idyllisch im Sommer: der Basteigarten
Wo einst der Walzerkönig musizierte
Gartenpavillon mit Basteigarten und Blick auf den Stadtgarten, die intime Weinlounge und die Weinbar sind Kulisse für kulinarische und künstlerische Leckerbissen. Im Reigen der Prunkräume in der Beletage hat der Johann-Strauß-Konzertsaal eine besondere Geschichte: Der Walzerkönig hatte hier einst zwei Werke uraufgeführt – und beim Blick von der Bastei über die Ringstraße kann man sein goldenes Denkmal im Stadtgarten sehen.
Fotos: Copyright Palais Coburg: Franz Zwickl/ Herbert Lehmann (5); www.gruppenreisen-clicks.de: Gerd-Niels Wötzel (4)
