Bus-Gruppenreisen müssen sexy sein
Thema Image bei RDA-/gbk-Versammlung in Bratislava
Die slowakische Hauptstadt Bratislava lohnt immer Bus-Gruppenreisen
Das Image eines Produktes, eines Unternehmens, einer Branche entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Images beeinflussen oder steuern das Verhalten der Menschen. Auch in der Bustouristik. Busreisen sind besser als ihr Ruf. Mit einem positiveren Image könnten der Anteil von 10% bei Urlaubs- und 25% bei Kurzreisen höher liegen. Das Thema Image steht im Zentrum der gemeinsamen Mitgliederversammlung des RDA Internationaler Bustouristikverband und der Gütegemeinschaft Buskomfort gbk vom 21. bis 25. April 2010 in Bratislava.
Wie entstehen Images, wie können sie genutzt werden und warum muss sich in der heutigen Informationsgesellschaft jeder damit auseinandersetzen? Auf diese Fragen werden in der Hauptstadt der Slowakei hochkarätige Referenten aus unterschiedlichen Blickwinkeln Antworten geben. Sie vermitteln im Radisson SAS Carlton Hotel, was es mit Image, Imagewandel und Imagetransfer auf sich hat - und wie die Bus- und Gruppentouristik dies nutzen kann. Busreiseveranstalter und deren Vertragspartner in Hotellerie, Gastronomie, Attraktionen, Sehenswürdigkeiten etc. dürfen praktische Hilfen und beträchtlichen Erkenntniszuwachs für die tägliche Arbeit erwarten.
Ins Herz der Busreise-Gäste wirken
Der öffentliche Kongressteil bringt fünf spannende Referate:
Top-Referenten beim Bus-Gruppenreisen-Gipfel in Bratiislava: Clemens Sommer (l.), Michael Kern (M.), Dr. Hans-Georg Häusel (r.)
Clemens Sommer, Geschäftsführer der creative analytic 3000 GmbH in Frankfurt – Unternehmen für Psychologische Innovations- und Werbeforschung – stellt den aktuellen Stand der Imageforschung rund um die Busreise vor. Sein Institut hatte maßgeblich zur nachhaltigen Grundlagenarbeit der RDA-Imagestudie beigetragen. Sommer kommt aus der Finanzmarktforschung einer großen Bank, seine Leidenschaft gehört aber innovativen Produktentwicklungen für Dienstleister, B2B oder exklusiven Zielgruppen.
Michael Kern, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutsch-Slowakischen Industrie- und Handelskammer beschreibt die Strategien, mit denen die Slowakei binnen weniger Jahre eine wirksame Imagekorrektur vom sozialistischen Ferienziel zur modernen Urlaubsmarke vollzogen hat.
Aus Sicht eines großen Reisekonzerns wird Werner Sülberg, Bereichsleiter Konzernentwicklung und Marktforschung bei Dertour, die Wechselwirkung von Images und Reiseverhalten beleuchten.
Urlaubsentscheidungen fallen im Kopf - aber vorwiegend nicht aufgrund von Berechnungen des Konsumenten, sondern als Folge von psychologischen und neurobiologischen Abläufen. Der Bestsellerautor und Dipl. Psychologe Dr. Hans-Georg Häusel (Vorstand der Gruppe Nymphenburg Consult in München) wird als einer der weltweit führenden Experten in der Marketing-Hirnforschung verblüffende Erkenntnisse dieser Prozesse erläutern und deren Konsequenzen für das Marketing und Konsumentenverhalten aufzeigen. Was ist effizienter und erfolgreicher im Marketing: Einwirken ins Herz oder in den Verstand des potentiellen Kunden, dürfte eine Frage sein.
Oliver Tissot als Dürer, Reporter und im Rosenanzug: In welcher Rolle wird der wortwitzig-hitergründige Entertainer in Bratislava Bus- und Gruppentouristik heim-und hinterleuchten?
Finales Feuerwerk: Dass Humor und Marketing zueinander passen und beides einer Tagung gut tut beweist schließlich mit zündenden Pointen und punktgenau-hintergründigem Witz der Nürnberger Entertainer und Soziologe Dr. Oliver Tissot.
RDA-Präsident Richard Eberhardt
Die Busreise ist kein Aschenputtel
Das Fachprogramm spiegelt die Kernkompetenzen und Aufgaben beider Verbände wider. Der RDA engagiert sich seit langem in der Grundlagen- und Motivationsforschung des Reiseverhaltens von Busreisenden, die gbk steht mit der Sterneklassifizierung für hochwertiges Reisen und ein positives Image der Busreise. "Die Bus- und Gruppentouristik muss weg von ihrem partiellen Aschenputtel-Image", betont RDA-Präsident Richard Eberhardt, "wenn wir in den nächsten Jahren das Potenzial wirklich ausschöpfen wollen. Busreisen klingen für viele Menschen nicht sexy genug – dies wollen wir ändern."
Am 22. April finden die internen Mitgliederversammlungen von gbk (12.30 bis 14.15 Uhr) und RDA (14.30 bis 18 Uhr) statt. Schwerpunkte bei RDA sind die Berichte von Präsident, Schatzmeister Ansgar Zoller und Hauptgeschäftsführer Dieter Gauf mit anschließender Entlastung, Beschlussfassung zum Haushalt 2010 sowie die Wahlen der Rechnungsprüfer.
Ob Slowakisches Nationaltheater oder historisches Rathaus in der Altstadt: Bratislava ist eine Fundgrube für Entdecker
Auch der Tagungsort Bratislava und die Slowakei stehen für einen nachhaltigen Imagewandel. Die Hauptstadt – einst von Kaiserin Sisi besonders bevorzugte Residenz der Donaumonarchie – hat seit der Gründung der Slowakischen Republik am 1. Januar 1993 ihr Image gewaltig verändert. Exklusive Geschäfte bestimmen das Bild der Innenstadt, junge Leute aus ganz Europa schätzen die Partyqualitäten der Stadt an der Donau, für Kultur- und Musikinteressierte ist sie ein Geheimtipp. Den epochalen Systemwechsel von der Plan- zur Marktwirtschaft haben die Slowaken mit Humor, Kreativität und einem unerschütterlichen Glauben an die Zukunft bewältigt. Die Nachkongressreise unter dem Motto: "Slowakische Impressionen" vom 24. bis 26. April 2010 zeigt einige der Highlights im Umfeld von Bratislava.
Fotos: Slowakische Zentrale für Tourismus (4), © AHK Slowakei, Nymphenburg Consult, creative analytic 3000 GmbH, Oliver Tissot (3), RDA
